Dia scannen mit dem reflecta DigitDia 5000

Bei dem DigitDia 5000 von reflecta handelt es sich um einen Magazin-Scanner, d.h. alle Dias können aus dem Magazin, das Sie auch für den Diaprojektor verwendet hatten, gescannt werden. Eigentlich eine prima Sache – CS-Magazin rein, Scanner und Software an und später 100 gescannte Dias auf seiner Festplatte finden – das klappt so leider nicht ganz.

Meine Erfahrungen mit dem DigitDia in Kurzform

  • Erste Hürde ist die Installation,
    wenn an dem Rechner bereits mehrere USB-Geräte wie externe Festplatten oder ein Flachbettscanner angeschlossen sind oder waren ist es sehr wahrscheinlich dass der DigitDia nicht erkannt wird. Die Scansoftware CyberView oder SilverFast können den Scanner nicht initialisieren. Das Betriebssystem spielt dabei keine Rolle, ob Windows XP oder Windows 7 64 Bit, der Fehler trat an zwei Desktop-Rechner gleich auf.
    Was bei mir allerdings immer funktionierte, war die Installation auf einem Laptop (dort war auch noch nie ein anderer Scanner installiert).

Dias Scannen ist langsam und laut!

  • Ja, richtig gelesen – laut! Der DigitDia macht beim Scannen mächtig Lärm, der Scanvorgang brummt ordentlich – nebenbei fernsehn könnt ich nicht. Der Scan eines Dias mit 3600 dpi mit Staub- Kratzerentfernung ICE dauert über 3 Minuten, d.h. ein Magazin mit 100 Dias ist frühestens in 5 Stunden durch.
  • Die Betriebssicherheit des DigitDia ist nicht optimal, es passiert selten, dass ein Magazin ohne Unterbrechung durchläuft. Mal klemmt der Diawechselarm, mal hängt sich die Software auf.

Nacharbeit immer erforderlich

  • Selbst wenn ein Magazin gut durchlief – es gibt immer wieder beim Scannen Fehler bei der Formaterkennung. Speziell SilverFast hat Probleme das Hochformat immer zu erkennen. Bei schmalen 2,3mm Diarahmen kann auch die horizontale Position stark schwanken, so dass die Rahmenerkennung nicht funktioniert.
  • CyberView liegt als Software dem DigitDia bei, die Ergebnisse sind jedoch nicht befriedigend. Die Staub- Kratzerentfernung ICE funktioniert zwar super, aber alle Scans haben eine rotbraune Tönung, d.h. es müssen eigentlich alle Scans mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachkorrigiert werden.
  • Hat man den DigitDia mit der SilverFast AI Software erstanden, kommt man eher ans Ziel, aber leider nicht ganz. Durch die IT8-Kalibrierung stimmen die Farben deutlich besser als bei CyberView – allerdings, wenn die Dias durch Alterung einen Farbstich haben, haben sie diesen natürlich auch im Scan – wieder Nacharbeit.
  • Das Staub- Kratzerentfernen mit iSRD bei SilverFast funktioniert bei mir nicht ganz so gut wie bei CyberView. Größere Fussel bleiben noch sichtbar und müssen dann nachträglich in einer Bildverarbeitungssoftware rausgestempelt werden.

Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich einige Dias nicht doch bei einem Fotohändler zum Scannen aufgebe. Für den Preis des DigitDia könnte man ja auch 4000 Dias scannen lassen – bleibt halt nur das Risiko, dass die Dias verloren gehn…

Update Mai 2012 – Foto Planet in Stuttgart hatte ein Angebot 100 Dias für 29,90€ ausgeschrieben. Als ich dies dann in Auftrag geben wollte, erfuhr ich dass nur Reflekta CS Rahmen und -Magazine akzeptiert werden. Meine Dias im LKM-Magazin müssten manuell einzeln gescannt werden und dafür müsste ich dann 60 Cent pro Dia bezahlen… Also werde ich das Selbstscannen wieder aufgreifen!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.